← Zurück zu allen News

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat am 9. Oktober 2026 ihre Erhebung "Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand Herbst 2026" veröffentlicht. Der Creditreform-Geschäftsklimaindex verbesserte sich demnach nur marginal von 0,1 auf 1,1 Punkte. Am deutlichsten schwächelt die Investitionsbereitschaft: Nur noch 37,3 Prozent der befragten Mittelständler planen neue Investitionsprojekte, nach 43,5 Prozent im Vorjahr und über 50 Prozent noch 2021 – laut Creditreform der niedrigste Wert seit zwei Jahrzehnten.

Als Gründe nennt die Studie gestiegene Finanzierungskosten, dünne Eigenkapitalpuffer und unsichere Geschäftsaussichten. Auch die Beschäftigung entwickelt sich schwach, teils weil offene Stellen schlicht nicht mehr nachbesetzt werden. Immerhin fallen die Erwartungen für die kommenden sechs Monate etwas freundlicher aus als die aktuelle Lage.

Für Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben im Mittelstand ist das eine unbequeme Rahmenbedingung: Wo Investitionsbudgets seit Jahren schrumpfen, sinkt zugleich der Spielraum für Modernisierungsprojekte, die genau diese Wettbewerbsfähigkeit sichern sollen. Projekt- und Interim-Verantwortliche müssen Business Cases entsprechend schärfer gegen kurzfristige Kostenargumente verteidigen, wenn Vorhaben nicht in der nächsten Sparrunde zuerst gestrichen werden sollen.

Quelle: Creditreform – Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand Herbst 2026

(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft von plandoo)