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Eine gemeinsame Studie des ifo Instituts, des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Universität Konstanz zeigt eine deutliche Kluft in den gesundheitlichen Folgen der Digitalisierung. Auf Basis von Befragungs- und Sozialversicherungsdaten aus den Jahren 2011 bis 2019 fanden die Forschenden, dass Beschäftigte mit überwiegend körperlichen Tätigkeiten rund 20 Prozent mehr Fehltage aufweisen und ihren Gesundheitszustand deutlich schlechter einschätzen, wenn ihr Arbeitsplatz digitalisiert wird. Bei Büro- und Wissensberufen ließ sich dagegen kein negativer Effekt nachweisen.

Für Change- und Transformationsverantwortliche liefert die Studie einen wichtigen Hinweis darauf, wo Digitalisierungsprojekte besonders sorgfältig begleitet werden müssen: in Produktion, Logistik und anderen Bereichen mit körperlicher Arbeit, wo neue Systeme oft ohne ausreichende Einbindung der Betroffenen eingeführt werden. Die Forschenden betonen, dass digitales Training und eine unterstützende Führungskultur die negativen Effekte spürbar abmildern können.

Für den Mittelstand bedeutet das, Digitalisierungsvorhaben nicht länger primär als IT-Projekt zu planen, sondern Qualifizierung und Führungsverhalten von Anfang an als eigenständige Erfolgsfaktoren im Projektplan zu verankern – gerade in den Belegschaftsteilen, die bei der öffentlichen KI- und Bürodebatte selten im Fokus stehen.

Quelle: ifo Institut – Digitalisierung birgt Gesundheitsrisiko außerhalb klassischer Bürojobs

(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)