Digitale Souveränität – Capgemini-Studie sieht 94 Prozent der deutschen Unternehmen in erheblicher Abhängigkeit
Das Capgemini Research Institute hat für die Studie "Digital Sovereignty: From Policy Ambition to Executive Imperative" 1.300 Führungskräfte aus Unternehmen mit über einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz in den USA, Großbritannien, Kontinentaleuropa und dem asiatisch-pazifischen Raum befragt. Ergänzt wurde die Erhebung durch 13 vertiefende Interviews. Ergebnis: 94 Prozent der deutschen Organisationen sehen sich erheblichen digitalen Abhängigkeiten ausgesetzt, deutlich mehr als im globalen Schnitt von 86 Prozent. 81 Prozent der deutschen Befragten stufen geopolitische Entwicklungen als Risiko für kritische Geschäftsabläufe ein, 82 Prozent nennen KI als zentrale strategische Priorität.
Bemerkenswert ist die Abkehr vom Ideal vollständiger Autarkie: 59 Prozent der Befragten halten totale digitale Souveränität für unrealistisch, zwei Drittel definieren das Ziel stattdessen als "resiliente Interdependenz". Nur 14 Prozent verfügen jedoch über vollständige Transparenz ihrer Abhängigkeitsketten, in Deutschland sind es sogar nur 10 Prozent.
Für Mittelstand und Projektverantwortliche ist das ein Weckruf zur Governance-Frage: 53 Prozent der Unternehmen erwägen die Einführung eines Chief Sovereignty Officer. Wer IT- und KI-Architekturen plant, sollte Abhängigkeiten systematisch kartieren und Multi-Vendor-Strategien fest in Projekt- und Change-Vorhaben verankern, statt Souveränität erst im Krisenfall zum Thema zu machen.
(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)