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Seit dem 12. September 2026 gilt für neu in Verkehr gebrachte vernetzte Produkte in der EU eine verschärfte Stufe des Data Act: Das Prinzip "Access by Design" verlangt, dass Maschinen, Fahrzeuge, Wearables oder Smart-Home-Geräte Nutzungsdaten von sich aus zugänglich machen, ohne dass Anwender diese umständlich anfragen müssen. Bislang genügte ein Zugriff auf Anfrage, künftig muss der Zugang standardmäßig eingebaut sein.

Betroffen sind vor allem Hersteller aus Maschinenbau, Automobilindustrie, Landtechnik und Consumer Electronics. Die Erleichterung für Kleinunternehmen greift nur unterhalb von 50 Beschäftigten und 10 Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme – bei Konzernzugehörigkeit entfällt sie vollständig. Ein Maschinenbauer mit 120 Mitarbeitenden etwa unterliegt bereits uneingeschränkt den neuen Pflichten.

Für Digitalisierungs- und Transformationsprojekte im Mittelstand bedeutet das konkreten Handlungsdruck: Produktentwicklung, Vertragsgestaltung und IT-Architektur müssen die neuen Zugriffsrechte von Anfang an mitdenken. Für Projektverantwortliche und Interim Manager, die entsprechende Compliance-Vorhaben steuern, entsteht damit ein greifbares neues Aufgabenfeld zwischen Recht, Produktentwicklung und Datenmanagement.

Quelle: DLA Piper / Giulio Coraggio – Data Act Access by Design: What Changes for Connected Products from 12 September 2026

(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)