ERM-Studie – Nur 30 Prozent der Unternehmen halten ihr Risikomanagement für ausgereift
Der "2026 State of Risk Oversight"-Report von AICPA und der North Carolina State University zeigt eine deutliche Lücke zwischen wahrgenommener Unsicherheit und tatsächlicher Steuerungsfähigkeit: 69 Prozent von 331 befragten Führungskräften berichten von deutlich gestiegener Zahl und Komplexität der Risiken in den vergangenen fünf Jahren, 72 Prozent sehen ihr Geschäftsmodell durch geopolitische Unsicherheit beeinflusst.
Trotzdem bewerten nur 30 Prozent ihr Risikomanagement als ausgereift oder robust, lediglich 29 Prozent haben einen Risikoappetit formal in der strategischen Planung verankert. 74 Prozent der Befragten erlebten in diesem Zeitraum eine bedeutende operative Überraschung, und nur 22 Prozent blicken in ihrer Risikobetrachtung fünf bis zehn Jahre voraus.
Die Zahlen bestätigen empirisch, was VUKA- und BANI-Modelle seit Jahren beschreiben: Volatilität und Vernetzung wachsen schneller als die organisatorischen Antworten darauf. Für Projekt- und Risikoverantwortliche liegt der Hebel weniger in neuen Tools als in der formalen Verankerung von Risikoappetit und langfristiger Vorausschau in bestehenden Steuerungsgremien – ein Feld, in dem Interim-Expertise häufig gezielt nachgefragt wird.
(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)