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Das Stanford Digital Economy Lab hat seine vielbeachtete Studie „Canaries in the Coal Mine?" mit aktuellen Zahlen bis Juni 2026 fortgeschrieben. Die Forscher um Erik Brynjolfsson werten monatliche Gehaltsabrechnungsdaten des Personaldienstleisters ADP aus und zeigen: Der Beschäftigungsrückstand von 22- bis 25-Jährigen in stark KI-exponierten Berufen gegenüber weniger betroffenen Altersgenossen ist von 15 Prozent im Sommer 2025 auf inzwischen 19 Prozent gewachsen. Seit Ende 2022 sank die Beschäftigung dieser jungen Kohorte in den am stärksten betroffenen Berufsfeldern um rund 11 Prozent, während sie in wenig exponierten Bereichen um etwa 10 Prozent stieg.

Entscheidend ist der Mechanismus: Unternehmen bauen kaum bestehende Stellen ab, sondern stellen schlicht weniger Berufseinsteiger neu ein. Der Effekt bleibt damit in offiziellen Entlassungsstatistiken weitgehend unsichtbar, verengt aber real die klassische Einstiegs- und Lernpipeline.

Für Organisationen, die Projektarbeit zunehmend mit KI-Agenten verzahnen, ist das mehr als eine Personalnotiz: Wer Nachwuchskräfte in Projektteams künftig seltener über reguläre Einstiegspositionen aufbaut, braucht bewusst gestaltete Alternativen – etwa rotierende Mitarbeit in KI-unterstützten Projekten, gezielte Mentoring-Formate oder Interim-Expertise, die Wissenstransfer aktiv organisiert, statt ihn dem Zufall zu überlassen.

Quelle: Stanford Digital Economy Lab – No Widespread Displacement, but the AI Employment Gap for Young Workers Has Widened to 19%

(Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft)